BURNOUT – ein chronischer Erschöpfungszustand

  • 5. Dezember 2017
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  • TomTom

Heutzutage in aller Munde, viel diskutiert und immer öfter auftretend: BURNOUT.Was bedeutet dieser Begriff genau?

Sich dauerhaft erschöpft und kraftlos zu fühlen; das steckt hinter diesem Wort. Es handelt sich dabei um einen Zustand des „Ausgebranntseins“, der sich über Wochen, Monate oder Jahre schleichend entwickeln kann. Aus Burnout folgen chronische Müdigkeit, Antriebs- und Kraftlosigkeit, bis hin zu Depressionen und im Extremfall zum Suizid.
Bisher gibt es keine einheitliche Definition des Burnout-Syndroms..

Wie ist der klassische Verlauf vom fleißigen Erwerbstätigen hin zum Burnout-Patienten?

Begonnen hat der Weg zum Burnout meist sehr positiv, denn anfangs „brannte“ man für etwas. An erster Stelle steht also der Enthusiasmus und das enorme Engagement für eine Sache. Dieser übermäßige (zwanghafte) Krafteinsatz führt dazu, dass mehr viel mehr Energie verbraucht wird, als Körper, Geist und Seele zur Verfügung stehen. Weil die Arbeit immer an allererster Stelle steht, wird fatalerweise übersehen, dass man die eigenen Energiespeicher immer wieder auffüllen muss, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Stress wird dabei eher ungesund „bewältigt“ (vgl. dazu das Thema Ablenkung, in meinem Artikel „Was IST Entspannung und warum ist sie so wichtig?“). Es besteht also dauerhafte Anspannung und eigene Kraft und Vitalität schwindet zusehens… Daran schließt sich häufig eine Phase der Stagnation an. Erste Ernüchterung setzt ein, verbunden mit der nagenden Erkenntnis, dass man vielleicht doch nicht alles erreichen kann, auch wenn man sich noch so sehr bemüht. Der innere Akku ist nahezu komplett leer, Frustration breitet sich aus, der Umgang mit anderen Menschen wird schwierig, es zeigt sich eine deutlich erhöhte Reizbarkeit bis hin zu Streitsucht, Zynismus. Auch das Gegenteil – nämlich (kompletter) Rückzug – kann als Reaktion auftreten, körperliche Symptome entstehen oder verstärken sich psychosomatisch. Entspannung und handfester, mentaler und körperlicher Ausgleich (z.B. durch Meditation, Sport bzw. Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung) fehlen völlig, die sozialen Kontakte leiden oder sind schon ganz aufgegeben worden, man kann sich zu nichts mehr aufraffen…Eine Spirale nach unten ist im vollen Gange.An letzter Stelle steht schließlich die vollkommene Erschöpfung, ein buchstäblich innere LEERE, der Mensch traut sich nichts mehr zu, wird unter Umständen apathisch.

Was sind häufige Signale für einen drohenden Burnout und chronische Erschöpfung?

– Innere Unlust, innere Unruhe
– Konzentrationsstörungen
– Chronische Müdigkeit
– Erschöpfung – verbunden mit dem Gefühl,
dass auch Pausen den eigenen „Akku“ nicht mehr aufladen können
– Schlafstörungen
– Magen-Darm-Probleme
– Angespanntheit, erhöhte Reizbarkeit
– Kopfschmerzen
– Dauerhafte Muskelverspannungen
– Erhöhter Blutdruck
– Sexuelle Lustlosigkeit bis hin zu temporärer Impotenz
– Herzrasen

Welche Berufsgruppen sind von Burnout gefährdet?

Wenn der oben beschriebene Lebensstil „gepflegt“ wird, dann kann Burnout potenziell JEDEN von uns treffen. Besonders gefährdet sind dabei Menschen, die in helfenden und sozialen Berufen tätig sind (Pflegekräfte, Lehrer, Ärzte usw.) und generell Menschen die in Dienstleistungsberufen tätig sind, in denen leistungsorientiert verdient wird. Der hauptberufliche, empathische Umgang mit Menschen gilt im Allgemeinen als sehr kräftezehrend. Wer in dieser Branche tätig ist, sollte besonders gut auf sich achten und regelmäßig für Entspannung und Ausgleich sorgen.

Welche persönlichen Faktoren begünstigen Burnout?

Burnout-Erkrankte weisen meist eine Gemeinsamkeit auf: Sie können eher schlecht Nein sagen und delegieren, sind sehr ehrgeizig und wollen Ihre Arbeit besonders gut und perfekt machen. Sie haben also sehr hohe Ansprüche an sich selbst.

Wie kommen Sie heraus aus dem Burnout, zurück zu mehr Gesundheit und Lebensqualität?

Die gute Nachricht: Burnout ist heilbar! Wie immer gilt auch hier: Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Wenn Sie Anzeichen bei sich feststellen, sprechen Sie mit Vertrauten darüber und suchen Sie frühzeitig Hilfe. Erste Anlaufstelle ist immer der Hausarzt, um die körperliche Symptomatik abzuklären. Eine Beratung kann helfen, sodass mögliche weitere Schritte geplant werden können. Um (wieder) zu lernen gesund mit Stress und hohen Anforderungen umzugehen, empfiehlt sich ein Entspannungscoaching in Anleitung eines professionellen Entspannungstrainers; bei körperlichen bzw. psychischen Beschwerden auch in Absprache mit dem behandelnden Arzt.

Meine entspannungspädagogischen Gruppencoachings finden Sie im Bereich „Kurse und Workshops in München“.
Für Anfragen bezüglich Einzelcoaching schreiben Sie mir bitte eine Email.

TomTom

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